Unsere Kirche

St. Nicolai – Juwel der Backsteingotik

Die St.-Nicolai-Kirche ist über 600 Jahre alt. Ein Meisterwerk der Backsteingotik! Die Kirche erhebt sich über den Gassen des Wasserviertels, nicht weit entfernt vom Stintmarkt mit dem einstigen Hafen. Ihren Namen hat die Kirche von Nikolaus, dem Schutzheiligen der Seeleute und Schiffer.
Quelle: Volquardsen
St. Nicolai während der Illumination in der Adventszeit

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

St. Nicolai ist täglich geöffnet, in der Regel zu folgenden Zeiten:
* montags bis freitags 11 bis 17 Uhr
* samstags 10 bis 15 Uhr
* sonntags nach dem Gottesdienst

Verweilen Sie unter dem Sternengewölbe. Entzünden Sie ein Licht an der Weltkugel oder in der Krypta. Und entdecken Sie in der Kirche die ältesten StadtansichtenLüneburgs. Informationen für Ihren Rundgang finden Sie in mehreren Sprachen in der Turmhalle.

Führungen in der Kirche und zu den Kunstschätzen sind auf Anfrage möglich. Wenden Sie sich an das Gemeindebüro: Telefon 04131 / 243 07 70, Mail: gemeinde.nicolai.lueneburg@evlka.de.

Führungen auf den Turm bietet die Turmführergilde samstags um 14.30 Uhr an. Eventuell abweichende Zeiten, etwa wegen Trauungen in St. Nicolai, erfahren Sie am jeweiligen Tag vor Ort. Kontakt: info@turmfuehrergil.de, Telefon 04131 / 898 37 11. 

1407: Baubeginn der Basilika

St. Nicolai ist eine dreischiffige Backstein-Basilika mit Seitenkapellen und Emporen darüber. In einer Basilika ist das Mittelschiff immer deutlich höher als die Seitenschiffe. In St. Nicolai sind es 28,5 Meter beim Mittelschiff, 13,5 Meter beim Seitenschiff. Der Bau begann 1407.
Quelle: Volquardsen

Wandel-Altar und Stadtansichten

Der goldglänzende Altar, aus Holz geschnitzt, zeigt 20 Szenen aus dem Leben Jesu. In der Passionszeit bis Ostern werden die Flügel zugeklappt. Dann sind Bilder aus dem Leben von Heiligen und Märtyrern zu sehen. In der Karwoche eine erneute Wandlung: Für einige Tage können Sie am Altar die Opferung Isaaks und die Kreuzigung Jesu betrachten.

Im Chorumgang ist auf einer Tafel vor goldenem Hintergrund die älteste Stadtansicht Lüneburgs zu sehen. Sie entstand um 1445. Auch auf einer weiteren Tafel taucht Lüneburg auf: als Hintergrund für eine Geschichte aus der Bibel. Es ist die Begegnung von Abraham und Melchisedek. Diese Tafel finden Sie links vom Chorfenster.
Quelle: Nicolai

Historische Textilkunst: die Paramente in St. Nicolai

St. Nicolai besitzt bedeutende liturgische Textilien aus dem 15./16. Jahrhundert. Sie wurden 2015 restauriert und sind nun in klimageschützten Vitrinen im nördlichen Seitenschiff zu sehen: mit Seide bestickte Leinentücher für die Bank, an der einst das Abendmahl ausgeteilt wurde; und eine seltene Korporalientasche, um das Tuch aufzubewahren, auf dem Kelch und Hostienteller standen; und kunstvoll gearbeitete Antependien als Altarbehang.

Der Textilschatz von St. Nicolai ergänzt in hervorragender Weise die Bestände im Kloster Lüne, im Museum Lüneburg und in St. Johannis. Lüneburg wird damit zu einem Zentrum der Textilkunst: Hier können Sie Textilien des Mittelalters und der frühen Neuzeit in ungeahnter Fülle und Qualität erleben.

Führungen (gegen eine kleine Spende für St. Nicolai) können Sie mit Hans Karsten Schmaltz vereinbaren, Mail: GKSchmaltz@gmx.de.

Orgelklang der Spätromantik

In St. Nicolai erklingt eine spätromantische Orgel von Furtwängler&Hammer. Sie wurde 1899 eingeweiht, Ende der 1970er-Jahre renoviert und 2001/02 in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt.

Mehr über unsere Orgel auf der Website nomine.net zur Orgellandschaft im Norden Niedersachsens.

Seit 2019 steht außerdem ein kleines, transportables Instrument zur Verfügung, eine sogenannte Truhenorgel.

Turmhöhe knapp 93 Meter

Der neugotische Turm von St. Nicolai, wie wir ihn heute sehen, wurde 1895 fertig. Er ist 92,7 Meter hoch.

Im Turm hängen drei Läuteglocken sowie zwei mittelalterliche Uhrglocken. Die große Läuteglocke, die 4,2 Tonnen schwere Marienglocke, entstand 1491. Die jüngste ist die Schifferglocke. Sie wurde anlässlich des Kirchweih-Jubiläums im Jahr 2009 gegossen.

Hansekirchen von Lüneburg bis Stralsund

Neben St. Nicolai in Lüneburg gibt es weitere Backstein-Basiliken im Nordosten Deutschlands. Ein einzigartiger Reiz geht von ihnen aus: Sie sind monumental und leicht zugleich. Als „Mutter“ dieser Hanse-Kirchen gilt St. Marien in Lübeck (Baubeginn um 1250).

13 Kirchen – von Lübeck bis Wolgast, von Stralsund bis Lüneburg – haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Backstein-Basiliken zusammengeschlossen. Mehr Infos auf der Website der Arbeitsgemeinschaft.